Unser Gehirn liebt Bequemlichkeit.
Es ist evolutionär darauf programmiert, Energie zu sparen: Aufzug statt Treppe, Auto statt Fußweg, Sessel statt Stehtisch. Jedes Mal, wenn wir uns Mühe ersparen, meldet das Belohnungssystem: „Gut gemacht!“
Nur: Ihr Skelett sieht das ganz anders.
Warum Bequemlichkeit für Knochen ein schlechter Deal ist
In der Limbic Map würde man sagen: Der moderne Alltag bedient fast ausschließlich das Balance-System, also Sicherheit, Komfort und Routine. Das Stimulanz-System, das Neues, Abwechslung und Reize sucht, und das Dominanz-System, das Leistung und Durchsetzung will, kommen bei der Bewegung kaum noch zum Zug. Wir sitzen im Auto, am Schreibtisch, vor dem Bildschirm. Für unser Gehirn ist das angenehm. Für unsere Knochen ist es ein schleichender Entzug.
Über Jahrtausende war das anders. Unsere Vorfahren liefen weite Strecken, trugen Nahrung und Kinder, hoben, kletterten, hockten sich hin und bewegten sich auf unebenem Gelände. Bei jedem Schritt zogen die Muskeln am Knochen, und die Schwerkraft drückte durch das Skelett. Diese Kräfte waren kein bloßer Verschleiß. Sie waren Information.
Der Knochen ist kein Mineralienlager
Die meisten Menschen stellen sich den Knochen als starres Gerüst vor, als eine Art Kalkregal. Das ist falsch. Knochen ist lebendiges, mechanosensitives Gewebe. Seine Zellen, vor allem die in der Knochenmatrix eingebetteten Osteozyten, messen ständig, wie stark der Knochen verformt wird, wenn wir gehen, heben, Treppen steigen oder springen. Diese Signale steuern das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau.
Der Forscher Harold Frost beschrieb dieses Prinzip schon in den 1980er-Jahren in seiner Mechanostat-Theorie: Der Knochen passt seine Festigkeit an die mechanischen Anforderungen an, die an ihn gestellt werden.
Das kennen wir aus der Psychologie und der Hirnforschung: Was nicht gebraucht wird, wird abgebaut. Das gilt für Muskeln, für Fähigkeiten und eben auch für Knochen. Wer wochenlang im Bett liegt, im Gips steckt, gelähmt ist oder im Weltraum schwebt, verliert Knochenmasse. Wird die Belastung dagegen passend dosiert, etwa durch Gehen mit Gewicht oder Krafttraining, kann der Knochen seine Stabilität erhalten oder sogar verbessern.
Dabei zählt nicht jede Bewegung gleich viel. Größe, Geschwindigkeit, Richtung, Neuheit und Wiederholung des Reizes beeinflussen, wie der Knochen reagiert. Ein zügiger Schritt, ein Treppenanstieg, eine Kniebeuge, ein Fersenfallen oder ein Sprung setzt ein deutlich stärkeres Signal als bloßes Herumstehen. Interessant ist dabei, dass das Stimulanz-Prinzip auch im Knochen steckt: Neuheit und Abwechslung des Reizes spielen eine Rolle. Ein Körper, der immer dieselbe sanfte Routine erlebt, bekommt irgendwann kaum noch ein Signal.
Die Weste als Signalverstärker
Hier kommt die Gewichtsweste ins Spiel. Stellen wir uns eine Frau mit 60 Kilo vor, die durchs Zimmer geht. Ihr Skelett trägt und bewegt rund 60 Kilo. Dieselbe Frau geht nun mit einer Weste von etwa 5 Kilo. Ihre Muskeln müssen mehr Kraft erzeugen, Hüfte, Beine und Wirbelsäule erleben eine etwas höhere Belastung.
Die Bewegung hat sich kaum verändert. Das Signal schon.
Darin liegt die Grundidee des Westentrainings. Statt eines komplizierten Geräts fügt die Weste Widerstand zu Bewegungen hinzu, die der Körper ohnehin beherrscht: Gehen, Treppensteigen, Aufstehen vom Stuhl, Kniebeugen, Ausfallschritte, Gartenarbeit oder gezielt aufgebaute Übungen.
Der Summeneffekt
Man kann sich die Weste nicht als einzelnen großen Reiz vorstellen, sondern als Verstärker für viele kleine. Jeder Schritt erzeugt eine kleine Belastung im Skelett. Mit Zusatzgewicht am Oberkörper wird jeder dieser Schritte etwas anspruchsvoller. Über Hunderte oder Tausende solcher Schritte und Bewegungen addieren sich die zusätzlichen Signale.
Aber Achtung: Die Zeit macht es nicht. Mehr Tragezeit ist nicht automatisch besser. Die Anpassung des Knochens hängt weniger von der Dauer ab als von der Beschaffenheit des Reizes. Das zeigt eine randomisierte Studie mit gehfähigen älteren Erwachsenen (Greendale et al., 2000). Die Teilnehmer trugen eine leichte Weste mit 3 oder 5 % des Körpergewichts zwei Stunden täglich, ohne dass ein bestimmtes Training vorgeschrieben war. Ergebnis: kein messbarer Gewinn bei Kraft, Funktion oder Knochenumbau-Markern. Der Reiz lag offenbar unter der Schwelle, ab der sich der Körper anpasst.
Das ist wie beim Werbespot: Entscheidend ist nicht, wie oft oder wie lange er läuft, sondern ob er die richtige emotionale Wirkung entfaltet. Eine Weste, die man nur „mitschleppt“, sendet dem Knochen kein neues Signal. Erst wenn Last und Bewegung zusammenkommen, wird daraus eine Botschaft.
Video-Serie für 0 Euro
Starterset für deine Knochengesundheit
Erfahre, wie du in einfachen Schritten
deine Knochen stärkst, die Haltung verbesserst,
Flexibilität steigerst und dein Gleichgewicht erhöhst.
0 Euro – du bekommst sofort den Zugang zur Video-Serie.
Die Fünf-Jahres-Studie: Ein Reiz über Jahre
Eine der eindrucksvollsten Arbeiten stammt von Christine Snow und ihrem Team (2000). Postmenopausale Frauen trainierten dreimal pro Woche mit Gewichtsweste und Sprungübungen. Neun Frauen hielten das Programm fünf Jahre lang durch und wurden mit neun aktiven Frauen verglichen, die nicht an diesem Training teilnahmen.
Nach fünf Jahren hatten die trainierenden Frauen ihre Knochendichte an der Hüfte im Wesentlichen gehalten, während die Kontrollgruppe Knochen verlor:
- Oberschenkelhals: Trainingsgruppe im Schnitt +1,54 %, Kontrollgruppe −4,43 %
- Gesamte Hüfte: Trainingsgruppe −0,82 %, Kontrollgruppe −3,80 %
Die Studie war sehr klein, deshalb sollte man sie nicht überbewerten. Aber gerade ihre Dauer macht sie so interessant. Hier kam kein Medikament zum Einsatz. Es war auch keine Knochenpille. Es war eine mechanische Botschaft, die der Knochen über Jahre hinweg immer wieder erhielt.
Und das ist psychologisch spannend: Das Training war nicht spektakulär, sondern regelmäßig. Dreimal pro Woche, fünf Jahre lang. Wer Verhalten verändern will, weiß: Nicht die Intensität, sondern die Gewohnheit entscheidet. Das Belohnungssystem des Gehirns muss die neue Routine irgendwann als „normal“ abspeichern. Dann braucht es keine Willenskraft mehr.
Es geht nicht nur um Knochendichte
Brüche entstehen meist durch Stürze. Ein starkes Skelett ist wichtig, aber genauso wichtig sind Muskeln und Nervensystem, die dafür sorgen, dass wir gar nicht erst fallen. Wer sicher steht und kräftige Beine hat, stürzt seltener.
In einer früheren Studie untersuchten Shaw und Snow (1998) 44 Frauen nach den Wechseljahren über neun Monate. Die Frauen, die ihre Beine mit zunehmend schwerer werdenden Westen trainierten, verbesserten gegenüber der Kontrollgruppe deutlich:
- die Kraft der unteren Körperhälfte um etwa 16 bis 33 %,
- die Muskelleistung um rund 13 %,
- die Beinmuskelmasse um etwa 3,5 %,
- und die seitliche Stabilität.
Das sind keine Kleinigkeiten. Die Weste wirkt damit womöglich auf zwei Wegen zugleich: Sie sendet dem Knochen ein stärkeres Signal und sie trainiert die Muskeln und das Gleichgewicht, die uns aufrecht halten. Wer in der Limbic Map denkt, erkennt hier die Verbindung von Dominanz (Kraft, Leistung) und Balance (Sicherheit, Stabilität). Für viele ältere Menschen ist genau dieses Gefühl entscheidend: sich wieder sicher und kräftig im eigenen Körper zu fühlen.
Und die Studie von 2025, nach der die Weste „nichts bringt“?
Die Schlagzeilen waren schnell da: „Gewichtsweste schützt nicht vor Knochenschwund.“ Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie unser Gehirn Schlagzeilen liebt: kurz, eindeutig, ohne Kontext. Ein genauer Blick lohnt sich.
Die INVEST-Studie (Beavers et al., 2025, JAMA Network Open) untersuchte 150 ältere Menschen mit Übergewicht oder Adipositas, die durch eine kalorienreduzierte Diät rund 10 % ihres Körpergewichts verlieren sollten. Sie wurden drei Gruppen zugeteilt: nur Gewichtsabnahme, Gewichtsabnahme plus Krafttraining oder Gewichtsabnahme plus Gewichtsweste. Die Westengruppe trug die Weste im Schnitt etwa sieben Stunden täglich, und das Zusatzgewicht wurde schrittweise erhöht, um einen großen Teil des verlorenen Körpergewichts auszugleichen.
Das Ergebnis: Alle drei Gruppen verloren Knochen an der Hüfte. Weder das Krafttraining noch das lange Tragen der Weste konnte den Knochenabbau bei dieser deutlichen, gewollten Gewichtsreduktion vollständig verhindern.
Man muss das einordnen. Wer 10 % seines Körpergewichts verliert, entlastet sein Skelett, und Knochenabbau ist dabei ein bekannter Begleiter, besonders bei älteren Menschen. Die Studie fragte also im Grunde: Kann die Weste einen starken, gleichzeitigen Abbaureiz ausgleichen? Antwort: nicht vollständig. Und selbst die Krafttrainingsgruppe konnte es nicht.
Das ist etwas völlig anderes als die Frage, ob ein schrittweise gesteigertes Training mit Weste bei Menschen mit stabilem Gewicht den Knochen erhalten oder stärken kann. Aus diesem Grund ist INVEST kein sauberer Test für die isolierte Wirkung von Westentraining auf den Knochen. Eine kleinere Vorläuferstudie derselben Forschergruppe hatte übrigens Hinweise darauf geliefert, dass die Weste den Knochenverlust beim Abnehmen abschwächen könnte, allerdings ohne dass die Unterschiede statistisch signifikant wurden.
Das Fazit: „Gewichtswesten wirken nicht“ ist eine zu einfache Aussage. Die Wahrheit ist differenzierter, und das ist in der Wissenschaft eher die Regel als die Ausnahme.
Noch ein Detail, das in Schlagzeilen gern untergeht: INVEST war keine Osteoporose-Studie im engeren Sinn. Die Teilnehmer wurden nicht ausgewählt, weil sie Osteoporose hatten.
Video-Serie für 0 Euro
Starterset für deine Knochengesundheit
Erfahre, wie du in einfachen Schritten
deine Knochen stärkst, die Haltung verbesserst,
Flexibilität steigerst und dein Gleichgewicht erhöhst.
0 Euro – du bekommst sofort den Zugang zur Video-Serie.
Wie schwer darf es sein?
Hier gilt: Vernunft vor Ehrgeiz. Es geht nicht darum, möglichst viel zu schleppen. Es geht darum, einen zusätzlichen Reiz zu setzen, an den sich der Körper sicher anpassen kann. Hier meldet sich gern das Dominanz-System: „Mehr ist besser!“ Beim Knochen und bei der Wirbelsäule ist das ein schlechter Ratgeber.
Für viele gesunde Erwachsene liegt ein vorsichtiger Startpunkt bei etwa 5 % des Körpergewichts, bei Bedarf auch darunter. Für eine Frau mit 60 Kilo heißt das:
- 5 % = 3 kg
- 10 % = 6 kg
- 15 % = 9 kg
So steigert man die Last sicher
Die Last kann schrittweise erhöht werden, wenn Kraft, Gleichgewicht und Selbstvertrauen wachsen. Orientiert an den Belastungen der besprochenen Studien und an praktischer Trainingserfahrung ist für geeignete Personen ein langfristiger Weg von etwa 5 % in Richtung 10 % des Körpergewichts sinnvoll. Manche gut trainierte Menschen kommen vielleicht bis auf 15 %. Aber 15 % sollte nie als Ziel gelten, das jeder erreichen muss.
Wie schnell man steigert, hängt ab von:
- Wohlbefinden und Verträglichkeit
- Kraft und Gleichgewicht
- Haltung
- Trainingserfahrung
- Bruchgeschichte
- Gelenkgesundheit und Zustand der Wirbelsäule
- dem allgemeinen medizinischen Gesamtbild
Manche Menschen bleiben besser dauerhaft unter 5 %, und das ist völlig in Ordnung. Wer in kleinen Schritten steigert, kann das Gewicht in sehr kleinen Portionen erhöhen. Das ist ein Grund, bei der Auswahl einer Weste auf fein abgestufte Gewichte zu achten.
Weste plus Bewegung: Das Schlüsselprinzip
Die Weste ist kein Kleidungsstück für den ganzen Tag, sondern ein Trainingswerkzeug. Sie wirkt dort, wo Last auf Bewegung trifft. Sinnvoll ist sie zum Beispiel bei:
- zügigem Spazierengehen
- Treppensteigen
- Aufstehen vom Stuhl (Sit-to-Stand)
- Kniebeugen und Teilkniebeugen
- Step-ups
- Gartenarbeit und Haushaltsbewegungen
- Krafttraining
- Fersenfallen (Heel Drops)
- und, wenn medizinisch und körperlich geeignet, kleinen Hüpfern oder Sprüngen
Das Schlüsselwort lautet Last plus Bewegung, nicht Last allein. Die erfolgreiche Snow-Studie kombinierte die Weste mit dynamischen Übungen und Sprüngen. Der Knochenreiz kam aus der Verbindung von Gewicht und Bewegung, nicht aus dem Gewicht allein. Dieser Unterschied ist vermutlich grundlegend.
Wer Abwechslung in sein Training bringt, bedient nebenbei das Stimulanz-System: Mal die Treppe mit Weste, mal ein Spaziergang auf unebenem Gelände, mal ein paar Sit-to-Stands zwischendurch. Das hält nicht nur den Knochen „wach“, sondern auch die Motivation. Wer das Training nur als Pflicht empfindet, gibt schneller auf, wer es als abwechslungsreich erlebt, bleibt eher dabei.
Häufige Fragen
Hilft eine Gewichtsweste bei Osteoporose?
Die Forschung legt nahe, dass sie helfen kann, wenn sie mit gezielter Bewegung kombiniert wird. Eine Meta-Analyse von 2026 fand bei Westentraining bessere Knochendichte an Oberschenkelhals und Lendenwirbelsäule als beim normalen Alltag, und in einer Fünf-Jahres-Studie hielten Frauen nach den Wechseljahren mit Weste und Sprüngen ihre Hüftknochendichte. Als alleinige Behandlung der Osteoporose ist die Weste aber nicht belegt.
Was fand die Studie von 2025?
Die INVEST-Studie zeigte, dass das Tragen einer Weste für etwa sieben Stunden täglich den Hüftknochenverlust bei älteren Menschen, die rund 10 % ihres Körpergewichts verloren, nicht verhinderte. Krafttraining tat das auch nicht. Die Studie prüfte, ob die Weste gewichtsbedingten Knochenverlust ausgleichen kann, nicht, ob Westentraining bei gewichtsstabilen Menschen hilft.
Welche Studie ist die wichtigste?
Die längste ist die Fünf-Jahres-Studie von Snow und Kollegen (2000). Die umfassendste Datenbasis liefert die Meta-Analyse von 2026 mit neun randomisierten Studien.
Wie schwer sollte die Weste sein?
Beginnen Sie bei etwa 5 % des Körpergewichts oder weniger (bei 60 Kilo etwa 3 Kilo) und steigern Sie schrittweise in Richtung 10 %, soweit Kraft, Gleichgewicht und Haltung es erlauben. Bis zu 15 % sind für gut trainierte Personen möglich, aber kein Ziel für alle.
Wie lange am Tag sollte man die Weste tragen?
Mehr Zeit ist nicht automatisch besser. Passives Tragen einer leichten Weste über zwei Stunden täglich ohne Training brachte keinen messbaren Nutzen. Die Forschung spricht für das Tragen bei gezielter Bewegung wie Gehen, Treppensteigen, Aufstehübungen, Kniebeugen und Step-ups.
Wer sollte keine Weste tragen?
Vorsicht und vorherige Beratung sind angezeigt bei frischen Brüchen, schmerzhaften oder instabilen Wirbelbrüchen, ausgeprägtem Rundrücken, sehr hohem Bruchrisiko, deutlichen Gleichgewichtsstörungen, ernsten Hüft-, Knie- oder Wirbelsäulenerkrankungen und erheblichen Herz- oder Lungenproblemen.
Das Fazit: Knochen wollen gefordert werden
Die vielleicht wichtigste Lehre der Weste hat mit der Weste selbst wenig zu tun. Sie erinnert uns an etwas Grundsätzliches: Der Knochen erwartet Herausforderung.
Unser Skelett hat sich in einer Welt entwickelt, in der man ging, trug, hob, kletterte, sich bückte und hin und wieder einen Stoß abfing. Die moderne Welt hat uns diese Reize weitgehend abgenommen. Wir sitzen im Auto, am Schreibtisch, nehmen den Aufzug, tragen weniger, laufen auf glatten Böden. Wir haben es unseren Muskeln leicht gemacht, und vielleicht zu leicht für unsere Knochen.
Eine Gewichtsweste ist eine einfache Möglichkeit, einen Teil dieses verlorenen Dialogs zwischen Bewegung und Skelett zurückzugewinnen. Es geht nicht darum, schwerer zu werden. Es geht darum, dem Skelett zu sagen: „Ich brauche dich noch.“
Bleib in Bewegung.
Quellen und weiterführende Literatur
Dieser Artikel stützt sich unter anderem auf folgende wissenschaftliche Arbeiten und Konzepte.
Frost HM (1987). Knochen-„Masse“ und der „Mechanostat“: ein Vorschlag. Anat Rec, 219(1), 1–9. doi:10.1002/ar.1092190104
Turner CH (1998). Drei Regeln für die Anpassung des Knochens an mechanische Reize. Bone, 23(5), 399–407. doi:10.1016/S8756-3282(98)00118-5
Rubin CT, Lanyon LE (1984). Regulation der Knochenbildung durch angewandte dynamische Belastungen. J Bone Joint Surg Am, 66(3), 397–402.
Greendale GA, Salem GJ, Young JT, Damesyn M, Marion M, Wang MY, Reuben DB (2000). Eine randomisierte Studie zur Verwendung von Gewichtswesten bei gehfähigen älteren Erwachsenen: Ergebnisse zu Kraft, Leistung und Lebensqualität. J Am Geriatr Soc, 48(3), 305–311. doi:10.1111/j.1532-5415.2000.tb02651.x
Snow CM, Shaw JM, Winters KM, Witzke KA (2000). Langfristiges Training mit Gewichtswesten verhindert Hüftknochenverlust bei Frauen nach den Wechseljahren. J Gerontol A Biol Sci Med Sci, 55(9), M489–M491. doi:10.1093/gerona/55.9.M489
Shaw JM, Snow CM (1998). Training mit Gewichtswesten verbessert Indikatoren des Sturzrisikos bei älteren Frauen. J Gerontol A Biol Sci Med Sci, 53(1), M53–M58. doi:10.1093/gerona/53A.1.M53
Beavers KM, Lynch SD, Fanning J, Howard M, Lawrence E, Lenchik L, Shapses SA, Weaver AA, Wherry SJ, Zamora Z, Nicklas BJ, Beavers DP (2025). Gewichtsweste oder Krafttraining zum Ausgleich von gewichtsabnahmebedingtem Knochenverlust bei älteren Erwachsenen: eine randomisierte klinische Studie. JAMA Netw Open, 8(6). doi:10.1001/jamanetworkopen.2025.16772
Beavers KM, Walkup MP, Weaver AA, Lenchik L, Kritchevsky SB, Nicklas BJ, Beavers DP (2017). Verwendung einer Gewichtsweste während diätbedingter Gewichtsabnahme und ihre Wirkung auf die Knochengesundheit bei älteren Erwachsenen mit Adipositas. J Osteopor Phys Act, 5(4), 210. doi:10.4172/2329-9509.1000210
Jessup JV, Horne C, Vishen RK, Wheeler D (2003). Wirkungen von Bewegung auf Knochendichte, Gleichgewicht und Selbstwirksamkeit bei älteren Frauen. Biol Res Nurs, 4(3), 171–180. doi:10.1177/1099800402239628
Klentrou P, Slack J, Roy B, Ladouceur M (2007). Wirkungen eines Trainings mit Gewichtswesten auf Knochenumbau und isokinetische Kraft bei Frauen nach den Wechseljahren. J Aging Phys Act, 15(3), 287–299. doi:10.1123/japa.15.3.287
Roghani T, Torkaman G, Movasseghe S, Hedayati M, Goosheh B, Bayat N (2013). Wirkungen eines kurzzeitigen Ausdauertrainings mit und ohne externe Zusatzlast auf den Knochenstoffwechsel und das Gleichgewicht bei Frauen mit Osteoporose nach den Wechseljahren. Rheumatol Int, 33(2), 291–298. doi:10.1007/s00296-012-2388-2
Zehnacker CH, Bemis-Dougherty A (2007). Wirkung von Übungen mit Zusatzgewicht auf die Knochendichte bei Frauen nach den Wechseljahren: ein systematischer Review. J Geriatr Phys Ther, 30(2), 79–88. doi:10.1519/00139143-200708000-00007
Wang X, Zhou L, Shi T, Meng X, Li C, Zhu C, Guo C, Yue C, Tang Y, Liu Y (2026). Wirkungen einer Gewichtsweste auf Knochengesundheit und Körperfett bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters: ein systematischer Review mit Meta-Analyse. Osteoporos Int, online veröffentlicht am 14. August 2026. doi:10.1007/s00198-026-08196-y
Über die Autorin
Dr. Ruth Mischnick ist Psychologin, Neurowissenschaftlerin und war über 15 Jahre Universitätsdozentin.
Seit 25 Jahren begleitet sie Frauen mit Osteoporose.
Ihre Arbeit verbindet tiefes neurologisches Verständnis mit praktischer, alltagstauglicher Begleitung.
Hinweis
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, bevor du ein neues Bewegungsprogramm beginnst – insbesondere bei diagnostizierter Osteoporose, vorausgegangenen Frakturen oder bestehender Unsicherheit.
Video-Serie für 0 Euro
Starterset für deine Knochengesundheit
Erfahre, wie du in einfachen Schritten
deine Knochen stärkst, die Haltung verbesserst,
Flexibilität steigerst und dein Gleichgewicht erhöhst.
0 Euro – du bekommst sofort den Zugang zur Video-Serie.
Das könnte dir auch gefallen
Suchst du nach etwas Passendem?
Entdecke unsere Produktempfehlungen.

Auch Knochen brauchen Stimulanz: Was die Forschung über Gewichtswesten bei Osteoporose wirklich zeigt
Unser Gehirn liebt Bequemlichkeit. Es ist evolutionär darauf programmiert, Energie zu sparen: Aufzug statt Treppe, Auto statt Fußweg, Sessel statt

Warum 72 Prozent der Frauen mit Osteoporose scheitern
Eine Analyse von 1.247 Patientinnen über 5 Jahre Die meisten Frauen mit Osteoporose wissen, was sie tun sollten. Sie kennen

Nicht der Sturz ist das Problem – sondern wie du fällst
5 Reflexe, die deine Knochen schützen Was du heute über Stürze wissen musst – und warum die meiste Angst unbegründet
Abonniere unseren Newsletter
Melde dich für unseren Newsletter an.
Erfahre vor allen anderen von neuen Produkten und exklusiven Angeboten und erhalte wertvolle Pflegetipps von unseren Expert:innen.
Indem du deine E-Mail-Adresse zur Verfügung stellst und auf „Abonnieren“ klickst, gibst du dein Einverständnis, E-Mails von Serum Oleum – Dr. Ruth Mischnick – zu erhalten. Gleichzeitig bestätigst du, unsere Datenschutzrichtlinie gelesen und verstanden zu haben. Du kannst dein Abonnement jederzeit widerrufen.


